Amtsgericht Bremerhaven: Vollpfosten des Monats Februar 2021 – Richter Dr. Köster

Auch zu diesem Beitrag gibt es wieder ein Video. Rechtsanwalt Michael Langhans hat den „Beschluss“ des Richters Dr. Köster sehr deutlich kommentiert, und als „BESCHLUSS DEN DIE WELT NICHT BRAUCHT“ kommentiert.

TILMAN hat sogar einen eigenen Blog.

http://tilman.home.blog

Tilman hat im Mai 2021 Geburtstag, und er wird dann 9 Jahre alt. Im Februar war er also noch 8 Jahre alt. Seit über 2,5 Jahre durfte er schon keine Schule mehr besuchen. Die KARL-MARX-SCHULE wurde mit dem Kind nicht fertig. So kam es, dass Tilman nach der Einschulung nur ungefähr 14 Tage die Schule besuchen durfte.

Die Mutter besorgte dann einen Schulassistenten für das Kind, aber das Jugendamt Bremerhaven verweigerte dem Kind das Persönliche Budget, um den Schulbegleiter bezahlen zu können.

Vor der Einschulung besuchte Tilman einen speziellen Kindergarten, der behinderte Kinder betreute, denn Tilman war schon damals Verhaltensauffällig, und galt schon damals auch als seelisch behindert. Als Behinderter stehen ihm natürlich auch die Rechte für Behinderte aus dem Sozialgesetzbuch IX zu. Die aber scheinen weder dem Jugendamt, noch dem Familiengericht Bremerhaven, besonders Richter Dr. Köster zu kennen, oder zu interessieren.

Vielmehr versucht man immer auf der HILFE ZUR ERZIEHUNG rumzureiten. Doch bei Tilman geht es nicht darum, dass die Mutter erziehungsunfähig wäre, oder Erziehungsdefizite hätte, sondern darum, dass Tilman eine seelische Behinderung hat, und ihm deshalb entsprechende Hilfe zusteht.

Die Mutter von Tilman hatte also einen Schulassistenten gesucht, aber das Jugendamt hat die Kostenübernahme verweigert. Das Jugendamt wollte lieber einen Schulassistenten durch die AWO oder das DRK bezahlen, obwohl dies deutlich teurer gewesen wäre. Man wollte unbedingt die Mutter als Erziehungsunfähig hinstellen, anstatt dem Behinderten die notwendigen Hilfen zu gewähren.

Das Jugendamt verklagte dann die Mutter vor dem Familiengericht Bremerhaven. Richter Dr. Köster entzog dann der Mutter im April 2020 einen Teil des Sorgerechts. Jetzt brauchte das Jugendamt nicht mehr die Unterschrift um den Hilfeplan zu unterzeichnen. Jetzt konnte das Jugendamt auf die Unterschrift verzichten.

Wenn wirklich die Mutter schuld daran gewesen wäre, dass Tilman damals seit über 1,5 Jahren keine Schule mehr besuchen durfte, dann hätte das Jugendamt das nun ändern können, und auch ändern müssen. Doch natürlich passiert diesbezüglich auch weiterhin nichts.

Im Dezember 2020 hat dann Richter Dr. Köster der Mutter weitere Teile des Sorgerechts entzogen. Jetzt verlor die Mutter im einstweiligen Verfügungsverfahren, natürlich ohne vorherige Anhörung von Tilman und seiner Mutter, das Sorgerecht für alle schulischen Belange, die Gesundheitsfürsorge und auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Tilman. Das Jugendamt nutzte das für eine riesige Polizeiaktion, und holte Tilman aus der elterlichen Wohnung, und brachte das Kind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bremen unter.

Auch jetzt hatte das Jugendamt natürlich noch mehr Möglichkeiten das Kind endlich zu beschulen. Aber offenbar lag das Problem dann doch nicht bei der Mutter, denn auch jetzt sorgte das Jugendamt nicht dafür, das Tilman endlich wieder zur Schule durfte, obwohl Tilman immer wieder erklärte, dass er endlich, wie alle anderen Kinder auch, endlich wieder die Schule besuchen darf.

Die Mutter kämpfte auch weiterhin für ihr Kind, und so kam es am 10. Februar 2021 zu einer Verhandlung beim Familiengericht Bremerhaven. Wieder war Dr. Köster der Familienrichter.

Dr. Köster machte genau das, was schon zweimal erfolglos war. Obwohl das Jugendamt seit April 2020 die Beschulung hätte sicherstellen können, und müssen, und obwohl das Jugendamt seit Dezember 2020 auch noch für alle schulischen Belange und die Gesundheitsfürsorge zuständig war, und auch noch das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Tilman besaß, tat Richter Köster im Februar 2021 so, als sei die Mutter auch weiterhin dafür zuständig, dass Tilman seit September 2018 keine Schule mehr besuchen durfte, und obwohl ihm bekannt war, dass das Jugendamt Bremerhaven lt. Gerichtsbeschluss ausdrücklich dafür hätte sorgen müssen, dass Tilman endlich wieder zur Schule kann, entzog er nun der Mutter auch noch das komplette Sorgerecht für Tilman, und übertrug es an das Jugendamt, obwohl ihm klar sein musste, dass die weder in der Vergangenheit was für Tilman gemacht haben, noch in der Zukunft was machen werden.

Hier in diesem Video kommentiert Rechtsanwalt Michael Langhans den Beschluss von Richter Köster.

(HINWEIS: Das Video hat einen sehr langen Vorspann. Es empfiehlt sich das Video erst 2 Minuten, oder sogar 2:30 Minuten vorzuspulen.)

In der Vergangenheit ging Richter Dr. Köster noch ohne Titel aus, aber nach drei Versuchen hat es den Titel VOLLPFOSTEN DES MONATS nun wirklich mal verdient.

Hier geht es dann noch zum eigenen Blog von Tilman.

http://tilman.home.blog

NACHTRAG:

Inzwischen ist Juni 2021, und soweit und bekannt ist, besucht Tilman auch noch immer keine Schule. Aber natürlich entscheidet kein Richter über die offensichtliche Erziehungsunfähigkeit eines Jugendamtes oder seiner Mitarbeiter.

Übrigens hatte das Oberverwaltungsgericht Bremen im Mai 2020 ein sehr positives Urteil für Tilman und seine Mutter getroffen. Dieses Urteil fand dann auch bundesweit reges Interesse, wie z. B. hier.

https://sozialrecht-rosenow.de/meldung/anspruch-auf-pers%C3%B6nliches-budget-f%C3%BCr-schulbegleitung-nach-35a-sgb-viii.html

2 Kommentare zu „Amtsgericht Bremerhaven: Vollpfosten des Monats Februar 2021 – Richter Dr. Köster

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